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31.05.2009

Härtere Strafen in der NHL

Laut einem Bericht in der Onlineausgabe des Handelsblatts wil die nordamerikanische Profi-Eishockeyliga, NHL, strenger gegen Dopingsünder vorgehen. Außerdem will sie die Standards der WADA übernehmen.

Bisher wurde das Thema Doping in der NHL verglichen mit anderen Sportarten eher sanft angepackt. Für Erstverstöße ist eine Sperre von 20 Spielen vorgesehen. Beim zweiten Verstoß dauert die Sperre 60 Spiele (die reguläre NHL-Saison dauert 72 Spiele) und erst beim dritten Vergehen wird eine lebenslange Sperre ausgesprochen. Außerdem gibt es kaum Trainingskontrollen.

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30.05.2009

Ex-Radstar Didi Hauer spricht über Doping

In einem Gespräch mit dem ORF hat der ehemalige Radstar Didi Hauer Auskunft über die Praktiken in den 80er und 90er Jahren gegeben:

Ex-Radstar Didi Hauer spricht über Doping
Nach dem Doping-Geständnis von Bernhard Kohl meldet sich Ex-Radstar Dietmar Hauer zu Wort. Er sorgte vor 20 Jahren für Aufsehen, weil er freiwillig zurücktrat, noch bevor ihn Ärzte zu verbotenen Mitteln überreden konnten.

Schon damals Mittel zur Leistungssteigerung
Der heute 41 Jahre alte Didi Hauer war der Radstar der 80er und 90er Jahre. Sieben Mal hat er die Österreichrundfahrt unter den Besten beendet und zwei Mal hat er die Tour gewonnen.

Als 22-Jähriger wechselte er ins Profilager. Die medizinischen Möglichkeiten zu dopen haben sich zwar verändert, leistungssteigernde Zusatzpräparate habe es damals allerdings auch schon gegeben, schilderte Hauer in einem Interview mit ORF Kärnten-Redakteur Konrad Weixelbraun: "Anfang des Monats hat man bei einer Sitzung die Ration für den ganzen Monat bekommen. Dazu gab es eine Liste, wann was einzunehmen ist. Offiziell hat es sich dabei immer um Vitaminpräparate gehandelt. Was wirklich drinnen war, wusste man natürlich nicht."

Hauer zog Schlussstrich nach einer Saison
Diese Praktiken hätten ihn abgeschreckt. Weil ein fairer Wettkampf nicht möglich gewesen sei, zog Hauer nach einer Saison im Profi-Radzirkus einen Schlussstrich: "Was füge ich meinem Körper zu, wenn ich 15 bis 20 Tabletten am Tag nehme – wenn es auch nur Vitamintabletten oder Spurenelemente sind? Es ist trotzdem eine Belastung für den Körper. Was passiert, wenn ich 50 oder 60 Jahre alt bin?"

Kein Verständnis für Bernhard Kohl
Der ehemalige Radstar Bernhard Kohl sorgte unlängst mit einem Interview in Deutschland für ein Erdbeben im Spitzensport. Bereitwillig gab er darin Auskunft, welche Doping-Präparate er sich selbst gespritzt hat und welche Mittel genommen werden mussten, um bei Doping-Kontrollen unauffällig zu sein. Seit seinem 19. Lebensjahr habe er gedopt, aber nur einmal sei er erwischt worden, lautete sein Geständnis.

Verständnis mit Kohl, dessen Wohnung in Klagenfurt mittlerweile zum Verkauf steht, hat Dietmar Hauer nicht: "Wenn man - über Jahre hinweg - systematisch verbotene Mittel einnimmt, um gezielt seine Leistung zu steigern, kann man kein Verständnis dafür haben."

Neues Buch als Leitfaden für Jugendlichen
Es sei nur möglich vom Doping wegzukommen, wenn eine neue Generation an Sportlern mit dem Bewusstsein aufwächst, dass diese Substanzen extrem schädlich sind, unterstrich Hauer. Er arbeitet an einem Buch, in dem er anhand seiner damaligen Trainingsaufzeichnungen darlegen will, dass Spitzensport auch ohne Doping möglich sei. Er hofft, dass es Jugendlichen als Leitfaden dienen wird.

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29.05.2009

Holdhaus wehrt sich gegen Vorwürfe von Kohl

Leistungsdiagnostiker Professor Holdhaus wehrt sich in einem ORF-Interview gegen die Vorwürfe von Bernhard Kohl, dass Spitzensport ohne Doping nicht möglich sei:

"Mit Doping aufgewachsen"

Unwirksame Dopingtests, Pauschalverdacht gegen den Spitzensport: Der Rundumschlag von Dopingsünder Bernhard Kohl, der am Montag auch seinen endgültigen Abschied vom Sport verkündet hat, erhitzt die Gemüter.
Selbst Professor Hans Holdhaus, Österreichs international renommiertester Anti-Doping-Experte, geriet in Rage. Im ORF.at-Interview rückt er Kohls Aussagen ins rechte Licht und erklärt, warum Spitzensport auch ohne Doping möglich ist.

ORF.at: Herr Holdhaus, Bernhard Kohls Aussagen warfen die Frage auf: Wie wirksam sind Dopingtests?

Holdhaus: Heutzutage wird mit geringen Dosen gedopt, was bedeutet, dass der Nachweis nur zeitlich beschränkt möglich ist. Das führte letzlich auch zum berühmten Begriff "Intelligent Testing", den es davor nicht gab. Früher spuckte ein Computer irgendwas aus, und der Sportler konnte sich in Zusammenhang mit Wettkämpfen genau ausrechnen, wann eine Kontrolle sinnvoll wäre und passieren könnte, und seine Dosierung entsprechend reduzieren. Das kann er nun nicht mehr.

ORF.at: Der Überraschungseffekt zählt ...

Holdhaus: Es wird ganz genau überlegt, wann getestet wird, um somit auch jene Leute zu erwischen, die nur kurz, also gezielt und vorübergehend Dopingmittel einsetzen. Klar ist aber auch, dass lückenlose, flächendeckende Kontrollen unmöglich sind. Die kann sich niemand leisten, gingen auch gar nicht. Und so wird es immer wieder Sportler geben, die durch das System rutschen.

ORF.at: Können Sie ein Beispiel für die Wirksamkeit von intelligenten Tests anführen?

Holdhaus: Ich verweise nur auf jenes österreichische Radteam, das in Kroatien gestestet wurde. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Das ist intelligent. Nach dem ersten Test fühlten sie sich sicher, glaubten, sie hätten ihre Ruhe, am nächsten Tag wurden sie erwischt. Gut überlegte Kontrollen sind effizient und treffsicher.

ORF.at: Kohl ist laut eigener Aussage bei 200 Tests 198-mal durchgerutscht. Wie ist das zu erklären?

Holdhaus: Was er behauptet, ärgert mich maßlos. Seine Formulierungen sind überzogen, aber das passt ins Bild überführter Sportler: Systeme grundsätzlich infrage stellen und andere Athleten eintunken. Es ist definitiv nicht so, dass man, wie Kohl glaubt, sowieso chancenlos ist, jemanden zu überführen. Er ist ein gutes Beispiel dafür.

ORF.at: Was bedeutet, dass, wenn ein dopender Sportler getestet wird, er auch des Dopings überführt wird?

Holdhaus: Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, es sei denn, er hatte Riesenglück. Auch das ist möglich.

ORF.at: Laut Kohl dopt im Spitzensport jeder.

Holdhaus: So etwas zu behaupten ist eine Frechheit. Ein Pauschalverdacht, der mir Schmerzen bereitet und den ich so nicht akzeptieren kann. Genauso könnte ich behaupten: Jeder Lehrer ist pädophil. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung, aber es ist schon verdächtig, wenn sich ein Erwachsener so gern mit kleinen Kindern beschäftigt ... Und jetzt?

ORF.at: ... müssen sich Sportler, die ehrliche Erfolge feiern, dafür rechtfertigen.

Holdhaus: Paradox daran: Kein Mensch spricht darüber, ob Popsänger, Manager oder Kraftfahrer Mittel einnehmen, um munter oder sonst was zu bleiben. Dabei ist der Sport das einzige Segment unserer Gesellschaft, das den gewollten Missbrauch von Medikamten bekämpft. Dafür wird er noch geprügelt. Der Sport ist Vorreiter und wird dafür noch gehaut.

ORF.at: Naiv gefragt: Wird im Radsport mehr gedopt als in anderen Sportarten?

Holdhaus: Es geht um eine Generation, die mit Doping aufgewachsen ist. Die gab es im Gewichtheben, dann in der Leichtathletik, nun im Radsport. Eine Generation, die sich Sport ohne Doping nicht vorstellen kann. Diese Zeit endet, wenn die folgende Generation draufkommt, dass das Risiko, erwischt zu werden, groß ist, der Aufwand für nichts gewesen wäre und die finanziellen Zukunftsaussichten mit einem Schlag vorbei sein könnten. Das führt zu einem Umdenken.

ORF.at: Auch im Radsport?

Holdhaus: Derzeit findet ein massiver Reiningungsprozess statt, wie es ihn eben auch im Gewichtheben und in der Leichtathletik gab. Was nicht heißt, dass es in diesen Sportarten keine Dopingfälle mehr gibt. Aber es gibt keine Generation mehr, die flächendeckend dopt. Das ist vorbei. Und das Gleiche wird im Radsport passieren.

ORF.at: Kohl gehörte mit seinen 27 Jahren demnach zur alten Generation.

Holdhaus: Ja. Diese Generation ist damit aufgewachsen. Wenn man Kohl fragt, ob er glaubt, diese Leistung auch ohne Doping erbringen zu können, wird er hundertprozentig Nein sagen. Der glaubt das wirklich - weil er im System aufgewachsen ist, wie viele andere arrivierte Fahrer. Dieses System bricht nun zum Glück zusammen. Darum bin ich optimistisch, dass die folgende Generation dieses Thema sensibler betrachten und weniger dopen wird.

ORF.at: Um bei Kohl zu bleiben: Kann ein Spitzensportler ohne Doping noch gewinnen?

Holdhaus: Definitiv. Auch die Tour de France. Das sage ich aus vollster Überzeugung. Problem ist, das die Leistungen der Topathleten von heute für den Laien nicht nachvollziehbar sind. Jemand, der dreimal pro Woche ins Fitnessstudio geht oder ein bisschen Rad fahren, lebt in einer komplett anderen Welt als Spitzensportler mit all den flankierenden Maßnahmen. Spitzensport ist eine eigene Welt geworden, in die wenige Leute Einblick haben. Deshalb verstehen sie diese Leistungen nicht.

ORF.at: Hat Doping ein Ablaufdatum?

Holdhaus: Doper wird es immer geben. Trotz der Regeln und Gesetze, mit oder ohne strafrechtliche Folgen. Genauso wie Mörder und Diebe. Das ist ein Problem der Gesellschaft, in der wir leben. Aber ich bin guter Dinge, weil im Bereich der Information und Aufklärung viel geschieht. Doping ist heute weit negativer besetzt als früher, als es noch ein Gentlemen-Delikt war. Aber den Moment, in dem niemand mehr dopt, wird es nie geben. Das schließe ich aus.

Das Gespräch führte Michael Fruhmann, ORF.at

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28.05.2009

Doping-Händler in Deutschland ertappt

Nicht nur in Österreich geht die Staatsanwaltschaft härter gegen den Handel mit leistungssteigernden Substanzen vor, auch in Deutschland wird nun bundesweit ermittelt. Folgender Artikel findet sich auf merkur-online.de:

München - Die Staatsanwaltschaft München hat am Mittwoch wegen Dopingmittel-Handels bundesweit 16 Wohnungen und Gewerbebetriebe durchsuchen lassen.

Ein Hauptbeschuldigter sitzt in Haft, gegen 15 seiner Kunden wird wegen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz (AMG) ermittelt. Profi-Sportler sollen laut der Münchner Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger nicht unter den Beschuldigten sein.

Der verhaftete Haupttäter ist ein Kanadier ägyptischer Herkunft. Der Mann war kürzlich bei einer zufälligen Verkehrskontrolle nahe Passau aufgeflogen. Aus Österreich kommend, soll er offen liegend in seinem Auto Doping-Unterlagen gehabt haben. Bei der näheren Kontrolle des Mannes wurde festgestellt, dass dieser staatenübergreifend einen Internet-Handel mit verbotenen Substanzen betreibt. Auch konnten zahlreiche seiner Kunden ermittelt werden.

In einer gemeinsamen Aktion haben die Münchner Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Doping, das Bundeskriminalamt (BKA) und Beamte der Länderpolizeien am Mittwoch bundesweit 13 Wohnungen, ein Fitnessstudio, einen Gewerbebetrieb für Nahrungsergänzungsmittel sowie ein Hotel durchsucht. Bei dem Einsatz wurden größere Mengen Arzneimittel, darunter Testosteronpräparate und Kälbermastmittel, sowie umfangreiche Unterlagen und elektronische Daten beschlagnahmt. Ein Beschuldigter soll aus Straubing kommen. An den Razzien waren Polizeibeamte aus Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt beteiligt.

Die insgesamt 16 Beschuldigten werden laut Stockinger „des unerlaubten Umgangs mit Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport“ verdächtigt. Im Anschluss an die Durchsuchungen wurden die Beschuldigten vernommen. Unter den ermittelten deutschen Kunden des Kanadiers sollen auch mehrere Zwischenhändler sein. Gegen den Hauptbeschuldigten wird laut Stockinger nun auch in Kanada ermittelt sowie auch gegen zahlreiche seiner Kunden in mehreren anderen Ländern.

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26.05.2009

SOKO Doping findet Anabolika

Folgender Bericht findet sich heute auf Wiener Zeitung.at:

Die Sonderkommission Doping hat im Zuge ihrer
Ermittlungen auch das Anabolikum Silabolin beschlagnahmt. Wie die
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)
mitteilte, ist dieser Wirkstoff bereits in den 1960er Jahren in
Russland entwickelt worden.

Seit Anfang März unterstützen AGES-Experten die SoKo Doping im
österreichischen Bundeskriminalamt, indem sie beschlagnahmte Arznei-
und Dopingmittel untersuchen, um mit Hilfe der Ergebnisse
Strafverfolgungen zu ermöglichen und gegebenenfalls strafprozessuale
Maßnahmen zu rechtfertigen.

Dabei wurde nun auch erstmals Silabolin in Österreich entdeckt. In
der Fachliteratur wird dieses Anabolikum auch als "das vergessene
russische Nandrolon" bezeichnet.


Ergebnisse der Proben

Die AGES-Experten haben bisher von der SoKo rund 230 Proben zur
Untersuchung erhalten, 161 davon wurden bereits analysiert. 65 Prozent
der untersuchten Proben sind Anabolika, 16 Prozent PDE-5 Inhibitoren
("Viagra" etc.) sowie Aphrodisiaka und sechs Prozent Hormone (mit
anabolikaähnlichen Eigenschaften). Die restlichen 13 Prozent enthalten
diverse Inhaltsstoffe, unter anderem Antidepressiva,
Entwässerungsmittel, Asthmamittel, Schlankheits- oder Schmerzmittel. (APA)

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14.05.2009

Die Reporter-Legende Sigi Bergmann über Doping!

Die österreichische Sportkommentator-Legende Sigi Bergmann erzählt in einem Interview mit Laola1.at über Peking, die Beziehung zwischen Sport und Kunst, und natürlich Doping!

Die Stellungnahme des heute 71jährigen, passionierten Opernfans hat Gewicht. Immerhin hat Bergmann 19 Olympische Spiele live kommentiert.

Hier die zitierte Antwort (siehe Interview) von Sigi Bergmann auf die Frage von Laola1, wie er das Thema des Dopingmissbrauchs sieht:

„Bergmann: Spitzensport ist grundsätzlich einfach gefährlich und absolut nicht gesund. Meine Meinung zum Thema Doping ist: Ich bin ein absoluter Gegner, denke aber, dass das notwendig ist, um zu gewinnen – und das ist einfach nur traurig. Da sind wir Sportjournalisten enorm schuld, weil wir immer weitere Steigerungen verlangen. Daher sind wir sicher mitbeteiligt.

Und als quasi pensionierter Sportreporter traue ich mir auch zu sagen: Ich glaube, die Helden von Peking waren alle gedopt und die Chinesen haben die brutalen Kontrollen unterdrückt. Ich glaube, das an der Kinnform eines Michael Phelps ablesen zu können.

Oder der 100-Meter-Lauf von Usain Bolt, bei dem er vorne weggelaufen ist und links geschaut hat, rechts geschaut hat und dabei Weltrekord erzielte. Ich kann es nicht glauben. Und auch bei Matthias Steiner im Schwergewicht – ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Ich weiß, dass es da Untersuchungen gibt und das wird alles noch einmal aufkommen.“

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13.05.2009

FIS gibt Zahlung an Walter Mayer zu

Der Internationale Skiverband (FIS) hat nun zugegeben, bereits 2007, 30.000 Euro an den ehemaligen ÖSV-Cheftrainer Walter Mayer gezahlt zu haben.

Mayer hatte ja nach den Vorfällen von Salt Lake City und der gegen ihn ausgesprochenen lebenslangen Sperre, die FIS verklagt. Mayer war der Ansicht, daß dies einem Berufsverbot gleichkäme.

Nach dem Urteil in erster Instanz haben sich die beiden Parteien außergerichtlich geeinigt. Die FIS betont jedoch, daß es sich bei den 30.000 Euro lediglich um einen Ausgleich für Gerichtskosten von Mayer und keinesfalls um die Bezahlung für irgendein Zugeständnis von Walter Mayer handelt.

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06.05.2009

Wer ist Christian Pfannberger?

Sollte sich der Dopingverdacht bestätigen, wäre dies ein weiterer schwerer Schlag für den ohnehin bereits am Boden liegenden österreichischen Radsport.

Wer ist nun Christian Pfannberger? Der 1979 geborene Steirer begann seine Profikarriere 2001 beim Team Nürnberger. Zuvor war er bereits Militärweltmeister geworden. Im Jahr 2003 für er für das Volksbank-Ideal-Team in Österreich um dann 2004 zu Ed' System ZVVZ in Tschechien zu fahren. In diesem Jahr wurde er Zweiter bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften.

Im Herbst 2004 wurde Pfannberger dann des Dopings mit Testosteron überführt und für zwei Jahre gesperrt. Bis heute bestreitet er übrigens, Dopingmittel verwendet zu haben.

Nach Ablauf der Sperre fuhr Pfannberger zuerst für das ELK-Team um im Jahr 2008 zum Barloworld-Team zu wechseln. Hier feierte er sensationelle Erfolge bei den Ardennenklassikern (6. Amstel Gold Race; 9. Flèche Wallonne) um dann bei Lüttich-Bastogne-Lüttich sogar den fünften Rang zu belegen. Die Saison beendete er mit einem achten Platz bei der Straßen-Weltmeisterschaft.

Sollte er nun tatsächlich wieder gedopt haben, würde das einen lebenslange Sperre und das Karriere-Ende nach sich ziehen.


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05.05.2009

Doping-Forschung verständlich machen

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung wollen Berliner Wissenschaftler von der Humboldt-Universität die Erkenntnisse aus der Doping-Forschung für die Allgemeinheit verständlich präsentieren. Zu diesem Zweck haben sie das Projekt "Doping übersetzen" gestartet. Das Ziel ist es, über die Risiken des Dopings im Sport, in der Schule und auch am Arbeitsplatz aufzuklären.

Längst ist Doping nicht mehr ein Problem der Spitzensports, Manager "dopen" sich um leistungsfähiger zu sein und auch aus Schulen ist die Verwendung von Ritalin bekannt. Worum es also geht ist nicht die Gesundheit von ein paar Sportlern sondern die Gesundheit der gesamten Bevölkerung.


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04.05.2009

Initiative FAIRPLAY in Gefahr!

Vor wenigen Minuten berichtete ORF.at das die Initiative Leistung.FAIRPLAY.Miteinander - welche junge Sportler wieder mehr zum angeschlagenen Spitzensport bewegen soll - gefährdet ist.

Die beiden (unter anderen) vorgeschlagenen Frontfrauen für diese Initiative Stefanie Graf (Leichtathletik) und Andrea Mayr (Marathon) scheinen sich nicht ganz einig zu werden.

"Laut Sporthilfe-Geschäftsführer Anton Schutti habe es Stimmen gegeben, "die darauf hin führen, dass Stefanie ihre Siege vielleicht nicht ohne Doping erreicht hat". Aus diesem Grund will "Wienmarathon"-Siegerin Andrea Mayr nicht gemeinsam mit Graf als Fairplay-Botschafterin auftreten und hat darüber offenbar auch mit Sportminister Norbert Darabos gesprochen." (siehe ORF.at/Kärnten)

Ob diese indirekten Vorwürfe auf Tatsachen beruhen oder ob es sich hier um einen "Zickenkrieg" handelt bleibt bis dato offen!

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17.04.2009

Stefan Matschiner bleibt in U-Haft

Zumindest bis zum 18 Mai bleibt der ehemalige Manager von Bernhard Kohl weiter in Haft. Wie ein Gerichtssprecher gegenüber der APA bekanntgab besteht weiterhin Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr.

Matschiner befindet sich bereits seit dem 3. April in Haft. Ihm wird vorgeworfen mit Dopingmitteln gehandelt zu haben, was er mittlerweile auch gestanden haben soll.


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03.04.2009

Matschiner legt Geständnis ab

Heute soll der Sportagent Stefan Matschiner bei Befragungen zugegeben haben, Dopingmittel an Sportler wie Bernhard Kohl und Lisa Hütthaler weitergegeben zuhaben. So soll Bernhard Kohl mit EPO, Dynepo, Testosteron und Wachstumshormonen versorgt worden sein. Hütthaler soll EPO und Dynepo von Matschiner bezogen haben.

Die Blutzentrifuge von der sowohl Kohl als auch Hütthaler gesprochen haben, soll in Budapest stehen. Die Polizei hat von Matschiner die genau Adresse des Standorts erfahren, dies wird derzeit untersucht.

Der Anwalt von Matschiner hat jedoch betont, dass Matschiner weder Kohl noch Hütthaler zum Doping gebracht hat, sondern diese auf ihn zugegangen seien. Ausserdem habe Matschiner die beiden auch zur Verringerung der Dosierung angehalten.
Quelle: ORF.at


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Fünf weitere Festnahmen bestätigt

Die Dopingaffäre weitet sich immer mehr aus. Die Staatsanwaltschaft Wien hat am Freitag fünf weitere Festnahmen bestätigt. Für die Verdächtigen aus den Bundesländern Wien, Oberösterreich, Niederösterreich und Kärnten klickten im Zeitraum Februar bis Anfang April die Handschellen.

Sie sollen gewerbsmäßig mit Dopingmitteln gehandelt und damit gegen das Anti-Doping-Gesetz sowie das Arzneimittelgesetz verstoßen haben.

"Bei den Beschuldigten handelt es sich teilweise um Personen, die im Fitness- und Kraftsportbereich tätig sind", sagte der Sprecher der Anklagebehörde, Gerhard Jarosch, gegenüber der APA.

Im Zuge von Hausdurchsuchungen seien Dopingpräparate und Substanzen im Wert von schätzungsweise über 200.000 Euro sichergestellt worden.

Quelle: APA

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02.04.2009

Verdächtiger Apotheker wieder frei

Wie die Kleine Zeitung berichtet, wurde heute Nachmittag, jener Wiener Apotheker wieder freigelassen, der Dopingmittel in großem Umfang weitergegeben haben soll. Laut Aussage seines Anwalts, hat "sich damit der Verdacht relativiert, dass sein Mandant massiv in den Handel mit verbotenen Substanzen verwickelt ist".


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Drei weitere Verdächtige in Haft

Wie heute zu erfahren war, wurden bereits in den letzten Tagen drei weitere Personen, aus dem Dunstkreis der "österreichischen Dopingaffäre" verhaftet. Dies wurde erst jetzt bekanntgegeben, um die Ermittlungsergebnisse nicht zu gefährden.

Um wen es sich im Detail handelt will die Staatsanwaltschaft morgen bekanntgeben.

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31.03.2009

Teilgeständnis von Matschiner

Kurz vor der Pressekonferenz von Bernhard Kohl hat der Anwalt von Stefan Matschiner sich zu Wort gemeldet. Laut seiner Aussage wurde Matschiner heute mehrere Stunden lang verhört und hat dabei ein Teilgeständnis abgelegt.

Er will bei Bluttranfers für Bernhard Kohl beteiligt gewesen sein, weiterhin bestreitet Matschiner jedoch Dopingmittel an Sportler weitergegeben zu haben.

Wie der Anwalt weiter meint, wurden bei einer Hausdurchsuchung in Matschiners Haus keine Dopingmittel gefunden.

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Auch Bernhard Kohl belastet Matschiner

Eigentlich hatte der ehemalige Radprofi Bernhard Kohl angekündigt nur Aussagen gegenüber den Ermittlungsbehörden tätigen zu wollen. Nun hat er angekündigt bereits heute Abend um 19:00 Uhr mit den Medien sprechen zu wollen.

Wie der ORF berichtet hat in der Zwischenzeit bereits die Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft Wien bestätigt, dass Kohl umfassend gegen Matschiner ausgesagt hat. Unter anderem soll er Matschiner der Weitergabe von Dopingmitteln bezichtigt haben.

Insgesamt soll es im Rahmen der Ermittlungen im Strafverfahren sogar rund zwei Dutzend Verdächtige geben.

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Nun auch Stefan Matschiner verhaftet

Wie zu erwarten war, hat man nun auch den Ex-Manager von Bernhard Kohl und Lisa Hütthaler verhaftet. Stefan Matschiner war vorzeitig aus den USA zurückgekehrt, er war erst nächsten Montag erwartet worden.

Wie die Staatsanwaltschaft Wien meldet, wurde Matschiner wegen des dringenden Verdachts der Weitergabe von Dopingmitteln verhaftet. Die ehemalige Triathletin und wegen EPO-Konsums gesperrte Lisa Hütthaler hatte ihn ja letzte Woche in einem Kurier-Interview schwer belastet. So hat Hütthaler behauptet mehrmals EPO von Matschiner bezogen zu haben und will dafür ca. 15.000 Euro bezahlt haben.

Derzeit wird untersucht ob und in welchem Umfang es Beziehung zwischen Matschiner und dem ebenfalls in Haft befindlichen Walter Mayer beziehungsweise dem ebenfalls der EPO-Weitergabe verdächtigen Arzt Andreas Zoubek gibt.

Von der Staatsanwaltschaft wurde weiters gemeldet, dass sie "mehrere Sportler" namentlich kennt, die von Matschiner mit verbotenen Mitteln beliefert worden sind. Namen will die Staatsanwaltschaft jedoch keine nennen, bekräftigt jedoch nicht auf die Aussagen von Lisa Hütthaler angewiesen zu sein.

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27.03.2009

Dopinghändler zu Haftstrafen verurteilt

Wie der ORF.at berichtet wurden heute ein Oberösterreicher und seine Lebensgefährtin zu bedingten Haftstrafen von acht bzw. drei Monaten bedingt verurteilt.

Die Angeklagten entstammen der Bodybuilding-Szene und sollen sieben Jahre Anabolika verkauft haben. Interessant ist die Aussage des Hauptangeklagten, dass es bei nationalen Bodybuildingbewerben keine Dopingkontrollen gibt der Gebrauch von Dopingmitteln daher "sehr üblich und weit verbreitet" ist. Auf die Frage seines Verteidigers, ob man den ohne Dopingmittel überhaupt gewinnen könne, antwortete er mit "Nein".

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Reaktionen auf Hütthalers Geständnis

Im Kurier.at erschien heute dieser Artikel mit Reaktionen auf das Interview, das der Kurier mit der geständigen EPO-Konsumentin Lisa Hütthaler geführt hat.

Manfred Ainedter (Anwalt von Lisa Hütthaler): "Ihre (Lisa Hütthaler, Anm.) Angaben sind natürlich richtig. Die werden bereits überprüft und sind hundertprozentig wahr. Das alles hat sie bereits bei der Polizei so gesagt." Bundeskriminalamt und Staatsanwaltschaft wüssten von Vorwürfen gegen Zoubek und Matschiner schon länger: "Man ist jetzt dabei, diese (Vorwürfe, Anm.) zu verifizieren."

Gerhard Jarosch (Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien): "Wir ersuchen um Verständnis, aber ein Kommentar würde im derzeitigen Stadium das laufende Ermittlungsverfahren torpedieren."

Gegenüber ORF.at dementierte Stefan Matschiner die Vorwürfe: "Ich kann das nur dementieren. Richtig daran ist nur, dass ich Hütthaler über Zoubek kennenlernte." Der Ex-Leichtathlet gab aber zu, dass Kontakt zur Triathletin Lisa Hütthaler bestanden habe: "Klar hatte ich Kontakt zu Lisa. Ich versuchte, ihr das Laufen beizubringen, weil das ihre Schwäche im Triathlon war."

Sein Auto wie auch jenes seiner Ehefrau sei laut Matschiner von den Behörden mit einem Peilsender, "auf dem BMI steht", versehen worden. Auch sein Haus würde von der Polizei beschattet werden. "Ich bin gut überwacht, ging meine Wege trotzdem ungehindert und bin nicht verhaftet worden, nicht einmal befragt", erklärte der Ex-Kohl-Manager. Nun müsse er sich mit seinem Anwalt absprechen, über weitere Schritte könne er nicht mehr sagen.

Bernhard Kohl (Radprofi mit Dopingsperre, ehemaliger Athlet von Manager Matschiner): "Seit meinem Dopinggeständnis spreche ich nur mit den staatlichen Stellen, ich gehe nicht den Weg über die Öffentlichkeit. Ich trage ebenso meinen Teil bei, aber ich werde das nicht medial breittreten. Da sind die Behörden zuständig, ich glaube, das ist der bessere Weg".

Martin Pröll (Leichtathlet, arbeitete bisher mit Matschiner zusammen): "Ich bin immer zu Stefan gestanden, weil es keine Beweise gegen ihn gegeben hat. Er hat mir nie etwas angeboten und hätte auch keine Chance bei mir gehabt. Die jetzigen Aussagen sind für mich aber der Anlass, die Zusammenarbeit zu beenden.

Wir hatten ein freundschaftliches Verhältnis und haben auch über die Anschuldigungen gesprochen, die es in den Medien gegen ihn gegeben hat. Ich sah jedoch keinen Grund, ihm nicht zu glauben. Umso mehr bin ich jetzt enttäuscht. Mir ist es wichtig, mich vom Thema Doping zu distanzieren. Ich habe und hatte nichts damit am Hut."

Den Originalartikel findet ihr hier.



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