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29.05.2009

Holdhaus wehrt sich gegen Vorwürfe von Kohl

Leistungsdiagnostiker Professor Holdhaus wehrt sich in einem ORF-Interview gegen die Vorwürfe von Bernhard Kohl, dass Spitzensport ohne Doping nicht möglich sei:

"Mit Doping aufgewachsen"

Unwirksame Dopingtests, Pauschalverdacht gegen den Spitzensport: Der Rundumschlag von Dopingsünder Bernhard Kohl, der am Montag auch seinen endgültigen Abschied vom Sport verkündet hat, erhitzt die Gemüter.
Selbst Professor Hans Holdhaus, Österreichs international renommiertester Anti-Doping-Experte, geriet in Rage. Im ORF.at-Interview rückt er Kohls Aussagen ins rechte Licht und erklärt, warum Spitzensport auch ohne Doping möglich ist.

ORF.at: Herr Holdhaus, Bernhard Kohls Aussagen warfen die Frage auf: Wie wirksam sind Dopingtests?

Holdhaus: Heutzutage wird mit geringen Dosen gedopt, was bedeutet, dass der Nachweis nur zeitlich beschränkt möglich ist. Das führte letzlich auch zum berühmten Begriff "Intelligent Testing", den es davor nicht gab. Früher spuckte ein Computer irgendwas aus, und der Sportler konnte sich in Zusammenhang mit Wettkämpfen genau ausrechnen, wann eine Kontrolle sinnvoll wäre und passieren könnte, und seine Dosierung entsprechend reduzieren. Das kann er nun nicht mehr.

ORF.at: Der Überraschungseffekt zählt ...

Holdhaus: Es wird ganz genau überlegt, wann getestet wird, um somit auch jene Leute zu erwischen, die nur kurz, also gezielt und vorübergehend Dopingmittel einsetzen. Klar ist aber auch, dass lückenlose, flächendeckende Kontrollen unmöglich sind. Die kann sich niemand leisten, gingen auch gar nicht. Und so wird es immer wieder Sportler geben, die durch das System rutschen.

ORF.at: Können Sie ein Beispiel für die Wirksamkeit von intelligenten Tests anführen?

Holdhaus: Ich verweise nur auf jenes österreichische Radteam, das in Kroatien gestestet wurde. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Das ist intelligent. Nach dem ersten Test fühlten sie sich sicher, glaubten, sie hätten ihre Ruhe, am nächsten Tag wurden sie erwischt. Gut überlegte Kontrollen sind effizient und treffsicher.

ORF.at: Kohl ist laut eigener Aussage bei 200 Tests 198-mal durchgerutscht. Wie ist das zu erklären?

Holdhaus: Was er behauptet, ärgert mich maßlos. Seine Formulierungen sind überzogen, aber das passt ins Bild überführter Sportler: Systeme grundsätzlich infrage stellen und andere Athleten eintunken. Es ist definitiv nicht so, dass man, wie Kohl glaubt, sowieso chancenlos ist, jemanden zu überführen. Er ist ein gutes Beispiel dafür.

ORF.at: Was bedeutet, dass, wenn ein dopender Sportler getestet wird, er auch des Dopings überführt wird?

Holdhaus: Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, es sei denn, er hatte Riesenglück. Auch das ist möglich.

ORF.at: Laut Kohl dopt im Spitzensport jeder.

Holdhaus: So etwas zu behaupten ist eine Frechheit. Ein Pauschalverdacht, der mir Schmerzen bereitet und den ich so nicht akzeptieren kann. Genauso könnte ich behaupten: Jeder Lehrer ist pädophil. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung, aber es ist schon verdächtig, wenn sich ein Erwachsener so gern mit kleinen Kindern beschäftigt ... Und jetzt?

ORF.at: ... müssen sich Sportler, die ehrliche Erfolge feiern, dafür rechtfertigen.

Holdhaus: Paradox daran: Kein Mensch spricht darüber, ob Popsänger, Manager oder Kraftfahrer Mittel einnehmen, um munter oder sonst was zu bleiben. Dabei ist der Sport das einzige Segment unserer Gesellschaft, das den gewollten Missbrauch von Medikamten bekämpft. Dafür wird er noch geprügelt. Der Sport ist Vorreiter und wird dafür noch gehaut.

ORF.at: Naiv gefragt: Wird im Radsport mehr gedopt als in anderen Sportarten?

Holdhaus: Es geht um eine Generation, die mit Doping aufgewachsen ist. Die gab es im Gewichtheben, dann in der Leichtathletik, nun im Radsport. Eine Generation, die sich Sport ohne Doping nicht vorstellen kann. Diese Zeit endet, wenn die folgende Generation draufkommt, dass das Risiko, erwischt zu werden, groß ist, der Aufwand für nichts gewesen wäre und die finanziellen Zukunftsaussichten mit einem Schlag vorbei sein könnten. Das führt zu einem Umdenken.

ORF.at: Auch im Radsport?

Holdhaus: Derzeit findet ein massiver Reiningungsprozess statt, wie es ihn eben auch im Gewichtheben und in der Leichtathletik gab. Was nicht heißt, dass es in diesen Sportarten keine Dopingfälle mehr gibt. Aber es gibt keine Generation mehr, die flächendeckend dopt. Das ist vorbei. Und das Gleiche wird im Radsport passieren.

ORF.at: Kohl gehörte mit seinen 27 Jahren demnach zur alten Generation.

Holdhaus: Ja. Diese Generation ist damit aufgewachsen. Wenn man Kohl fragt, ob er glaubt, diese Leistung auch ohne Doping erbringen zu können, wird er hundertprozentig Nein sagen. Der glaubt das wirklich - weil er im System aufgewachsen ist, wie viele andere arrivierte Fahrer. Dieses System bricht nun zum Glück zusammen. Darum bin ich optimistisch, dass die folgende Generation dieses Thema sensibler betrachten und weniger dopen wird.

ORF.at: Um bei Kohl zu bleiben: Kann ein Spitzensportler ohne Doping noch gewinnen?

Holdhaus: Definitiv. Auch die Tour de France. Das sage ich aus vollster Überzeugung. Problem ist, das die Leistungen der Topathleten von heute für den Laien nicht nachvollziehbar sind. Jemand, der dreimal pro Woche ins Fitnessstudio geht oder ein bisschen Rad fahren, lebt in einer komplett anderen Welt als Spitzensportler mit all den flankierenden Maßnahmen. Spitzensport ist eine eigene Welt geworden, in die wenige Leute Einblick haben. Deshalb verstehen sie diese Leistungen nicht.

ORF.at: Hat Doping ein Ablaufdatum?

Holdhaus: Doper wird es immer geben. Trotz der Regeln und Gesetze, mit oder ohne strafrechtliche Folgen. Genauso wie Mörder und Diebe. Das ist ein Problem der Gesellschaft, in der wir leben. Aber ich bin guter Dinge, weil im Bereich der Information und Aufklärung viel geschieht. Doping ist heute weit negativer besetzt als früher, als es noch ein Gentlemen-Delikt war. Aber den Moment, in dem niemand mehr dopt, wird es nie geben. Das schließe ich aus.

Das Gespräch führte Michael Fruhmann, ORF.at

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27.05.2009

Rabobank, der Giro d'Italia und Humanplasma

Folgenden Artikel haben wir auf Kurier.at gefunden:

Die mutmaßliche Doping-Affäre rund
um die Wiener Plasmapheresestation "Humanplasma" zieht immer weitere
Kreise. Nun hat sie auch den Giro d'Italia erreicht.

Mit Rabobank ist das Team des derzeitigen Giro-Führenden Denis
Mentschow ins Visier der "SoKo Doping" geraten. Rabobank versichert,
kein Fahrer sei in die Doping-Causa verwickelt.

"Das Bundeskriminalamt ist an uns herangetreten", bestätigte Rabobank-Sprecher Luuc Eisenga am Mittwoch.

Die Frage, ob ehemalige oder aktuelle Rabobank-Fahrer bereits von der
Polizei vernommen und über mögliche Kontakte zu "Humaplasma" befragt
wurden, ließ Eisenga unbeantwortet. Umso nachdrücklicher betonte er:
"Uns liegen keine Informationen vor, dass jemand aus unserer Firma mit
dieser Firma zu tun gehabt hätte."

Rasmussen von Kohl belastet

In einer anonymen Anzeige waren bereits Anfang 2008 die Namen von
Mentschow sowie der früheren Rabobank-Fahrer Michael Rasmussen, Michael
Boogerd, Joost Posthuma und Pieter Weening genannt worden.

Diese Radprofis haben jedoch damals bestritten, bei Humanplasma
Blutdoping betrieben zu haben. Rasmussen soll laut Bernhard Kohl neben
ihm selbst einer der drei Sportler gewesen sein, der den Kauf einer
Blutzentrifuge finanziert hat.

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26.05.2009

Holczer reagiert auf Kohl's Aussagen

Der ehemalige Teamchef des Gerolsteiner-Rennstalls, Hans-Michael Holczer hat auf die Bemerkungen von Bernhard Kohl in der ZDF-Sendung "Beckmann" reagiert.

Kohl hatte gemeint, dass "wenn ein Arzt eins und eins zusammenzählen kann, weiß er, dass diese Leistung nicht ehrlich zustande kommt".

Holczer will nun juristische Schritte gegen Bernhard Kohl einleiten, um zu klären wie Kohls Andeutungen gegenüber dem Teamarzt Marc Schmidt zu bewerten sind.

"Ich will Details über die Kohl-Andeutungen zu unserem Teamarzt - das war ein Hammer. Bei der Tour war als Mediziner nur Marc Schmidt dabei. Den wird jetzt mal ein Anwalt befragen. Ich gehe den ganzen Vorwürfen mit Hilfe von Anwälten nach - da habe ich ja jetzt Erfahrung".

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Bernhard Kohl erzählt vom Dopen

Auf orf.at findet sich ein Bericht in dem Bernhard Kohl erklärt wie das Doping in seinem Fall abgelaufen ist:

Bernhard Kohl hat am Montagabend in der ARD-Sendung "beckmann" nochmals ausführlich dargelegt, wie er während der Tour de France 2008 gedopt hat und wie es bei Humanplasma in Wien ablief. Dabei erhob der Ex-Radstar schwere Vorwürfe gegen die Wiener Firma.

Angesprochen darauf, ob bei seinem letzten Team Gerolsteiner systematisch gedopt worden sei, sagte der Niederösterreicher: "Ich kann definitiv sagen, dass es nicht teamorganisiert war." Ob die Ärzte davon gewusst hätten? "Wenn ein Arzt eins und eins zusammenzählen kann, weiß er, dass diese Leistung nicht ehrlich zustande kommt." Ob jedoch Ärzte involviert gewesen seien, dazu gab der 27-Jährige keinen Kommentar ab.

"Chancengleichheit" des Bernhard Kohl
Nach seiner Rücktrittserklärung vom Montagvormittag erzählte Kohl noch einmal den genauen Ablauf der Geschehens. Während der Tour im Vorjahr, die er als Gesamtdritter und als Gewinner der Bergtrikots beendet hatte, habe er mit Eigenblut und dem damals relativ neuen EPO-Derivat CERA, von dem er Ende 2007 erstmals gehört habe, gedopt.

Er habe sich sicher gefühlt, dass er nicht erwischt werde, aber nicht sicher, was den Vorsprung betrifft. "Chancengleichheit", sagte Kohl, denn: "Ich weiß, wie es ist, wenn man clean ist. Und ich weiß, wie es ist, wenn man dopt. Der Unterschied ist eine drastische Steigerung. Es scheint mir unmöglich, eine absolute Topleistung sauber zu bringen."

"In zwanzig Minuten war es vorbei"
CERA hat Kohl von einem "Sportkollegen" bekommen, dessen Namen er nicht öffentlich nennen wird. Das Eigenblut brachte sein damaliger Manager Stefan Matschiner laut Kohl mit dem Flugzeug nach Frankreich. Zwei Liter hatte Kohl zur Verfügung, dreimal je einen halben Liter führte er dann vor Bergetappen im Hotelzimmer Matschiners seinem Körper zu.

"In einer ruhigen Minute zwischen Massage, Interviews, Essen. Das ging relativ schnell, in zwanzig Minuten war die Sache vorbei." Und die Beine seien wieder lockerer gewesen und man habe sich nicht mehr so müde gefühlt.

Wechsel im "Stundenrhythmus"
In Bezug auf Humanplasma sagte Kohl, dass er als Sommersportler das Zentrum im Winter aufgesucht habe, Wintersportler seien im Sommer gekommen. Seine Termine seien meistens für Sonntag um 8.00 Uhr angesetzt und Treffpunkt ein Fast-Food-Lokal gegenüber gewesen.

Mit drei anderen Sportler sei er dann abgeholt und zu Humanplasma gebracht worden, das Blut sei abgenommen, weiterverarbeitet und eingefroren worden. Nach einer Stunde sei alles vorbei gewesen, und die nächsten Sportler seien drangekommen.

"Da wurde im Stundenrhythmus ausgewechselt. Nicht nur Radfahrer, sondern sämtliche Ausdauersportarten. Nicht nur Österreicher, sondern auch Internationale. Nicht nur Sommer-, sondern auch Wintersportler", so Kohl. Als nach der Turin-Affäre 2006 Humanplasma nicht mehr möglich gewesen sei, habe er die Blutzentifuge angeschafft, sagte Kohl.

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25.05.2009

Bernhard Kohl beendet seine Karriere

Heute hat Bernhard Kohl bekanntgegeben, daß er auch nach Ablauf seiner Dopingsperre nicht in den Radsportzirkus zurückkehren will. Für uns von DOPINGsucks.at ist dies vor allem deshalb von Bedeutung, weil der Dopingfall des "Tourhelden" uns dazu bewegt hat diese Seite zu starten.

Erschreckend am Rücktritt von Kohl ist eigentlich nur, daß er, wie er selbst behauptet während seiner sportlichen Karriere ungefähr zweihundertmal auf getestet worden ist und davon 100 Tests eigentlich positiv hätten sein sollen. Tatsächlich waren es nur zwei davon.

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18.05.2009

Auch Verfahren gegen Kohl und Rasmussen möglich

Wie orf.at berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien in Zusammenhang mit der Blutzentrifuge, die man bei Stefan Matschiner gefunden hat, nun auch gegen Bernhard Kohl und Michael Rasmussen.

Die beiden Radprofis, sowie der Langläufer Christian Hoffmann, werden verdächtigt, gegen Entgelt, die Blut-Zentrifuge anderen Sportlern zur Verfügung gestellt zu haben. Dies wäre nach aktueller Rechtslage strafbar, wenn den Beschuldigten einen aktive Beteiligung an der Weitergabe der Maschine nachgewiesen werden kann.

Bernhard Kohl hat bereits im März gestanden, sich mit 20.000 Euro am Ankauf der Maschine beteiligt zu haben, weitere Sportler sollen mitgezahlt haben.

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07.05.2009

Matschiner aus U-Haft entlassen

Wie der Kurier soeben berichtet, wird der Sportmanager Stefan Matschiner noch heute aus der Untersuchungshaft entlassen. Laut Aussage der Staatsanwaltschaft "sind keine Haftgründe mehr gegeben". Die Ermittlungen gegen ihn sollen praktisch abgeschlossen sein.

Der ehemalige Manager von Bernhard Kohl und Lisa Hütthaler (beide haben Doping gestanden und Matschiner schwer belastet) wurde am 31. März verhaftet. Im Rahmen der Ermittlungen gegen seine Person wurde, unter anderem, eine Blutzentrifuge gefunden, welche in Budapest aufgestellt war. Diese Zentrifuge wurde möglicherweise von Sportgrößen wie Bernhard Kohl oder Thomas Dekker finanziert.

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03.04.2009

Matschiner legt Geständnis ab

Heute soll der Sportagent Stefan Matschiner bei Befragungen zugegeben haben, Dopingmittel an Sportler wie Bernhard Kohl und Lisa Hütthaler weitergegeben zuhaben. So soll Bernhard Kohl mit EPO, Dynepo, Testosteron und Wachstumshormonen versorgt worden sein. Hütthaler soll EPO und Dynepo von Matschiner bezogen haben.

Die Blutzentrifuge von der sowohl Kohl als auch Hütthaler gesprochen haben, soll in Budapest stehen. Die Polizei hat von Matschiner die genau Adresse des Standorts erfahren, dies wird derzeit untersucht.

Der Anwalt von Matschiner hat jedoch betont, dass Matschiner weder Kohl noch Hütthaler zum Doping gebracht hat, sondern diese auf ihn zugegangen seien. Ausserdem habe Matschiner die beiden auch zur Verringerung der Dosierung angehalten.
Quelle: ORF.at


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31.03.2009

Kohl hat kräftig gedopt

In der heutigen Pressekonferenz im Cafe Landmann hat Bernhard Kohl ein umfassendes Geständnis abgelegt und unter anderem auch seinen ehemaligen Manager Stefan Matschiner widerlegt.

Kohl gab zu, bereits seit 2005 gedopt zu haben. Matschiner habe ihm EPO, Wachstumshormone, Insulin und Testosteron besorgt. Ausserdem habe Matschiner auch Blutdoping bei Kohl durchgeführt.

Interessant ist auch, dass der ehemalige Radstar angibt Kunde von Humanplasma gewesen zu sein. Das Wiener Blutanalyse-Institut war ja in die Schlagzeilen gekommen, weil es Blutdoping im großen Umfang betrieben haben soll. Allerdings konnte man bisher keine Beweise gegen das Institut finden (wir haben berichtet).

Insgesamt hat Bernhard Kohl rund 50.000 Euro für die Dienste von Matschiner bezahlt.

Nun bleiben einige Fragen offen, als wichtigste wahrscheinlich, wie kann es sein, dass Kohl bis zur Tour de France im Vorjahr nie positiv getestet worden ist?

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21.01.2009

Bernhard Kohl akzeptiert 2 Jahre Sperre


Wie der Radrennfahrer Bernhard Kohl heute bekanntgab, wird er gegen die Strafe, welche die NADA gegen ihn ausgesprochen hat, nicht berufen.

Kohl war bei nachträglichen Tests, von während der Tour de France genommenen Proben, positiv aufgefallen. Ihm wurde der Missbrauch des EPO-Präparats CERA nachgewiesen. Daraufhin wurde Kohl bis zum 3. Juli 2010 gesperrt.

In einer Aussendung gibt Kohl bekannt, daß er gehofft hatte als geständiger Sportler nicht gleich behandelt zu werden, wie ein leugnender Täter.

Kohl bezeichnet sich selbst weiterhin als Einzeltäter. Im Zuge des Verfahrens hatte er ja keine Angaben dazu gemacht wer ihm das CERA besorgt hat.

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04.12.2008

Jetzt wirds noch enger für Kohl

Nicht nur, daß die "International Sports Agency", die bisher als Ansprechpartner für alle Anfragen bezüglich Bernhard Kohl fungiert, ihre Zusammenarbeit mit Kohl einvernehmlich beendet hat. In der Erklärung heißt es, daß es durch die drastische Veränderung der Rahmenbedingungen in den letzten Wochen, keine wirtschaftliche und mediale Notwendigkeit mehr gebe. Na ja, zumindest medial könnte es die schon noch geben...

Aber viel wichtiger, der Österreichische Radsport Verband (ÖRV) hat sich als Privatkläger an eine Betrugsklage gegen Kohl angehängt. Damit will der ÖRV klarstellen, daß man im Dopingkampf sehr wohl wisse, auf welcher Seite man stehe. Kurz nach den Gerüchten um einen möglichen Dopingfall wurde Kohl ja bereits eine mögliche Verwendung in der Doping-Prävention angedichtet.

Außerdem will nun anscheinend auch der ehemaliger Arbeitgeber von Kohl Geld einfordern. Der Gerolsteiner-Rennstall, vertreten durch den Teamchef Hans Michael Holczer, will 100.000,-- Euro von Bernhard Kohl einfordern, welche an Prämien ausgeschüttet worden sind. Zudem gibt es Schadenersatzforderungen, da das Gerolsteiner-Rennteam ja keinen neuen Hauptsponsor mehr finden konnte, was sicher auch mit dem Doping-Problem im Radsport zusammenhängt.

Das dürfte noch ein spannender Winter für Bernhard Kohl werden.

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25.11.2008

Wird Bernhard Kohl verklagt?

Wie soeben auf Eurosport zu erfahren war, will der ehemalige Teamchef von Gerolsteiner, Hans-Michael Holzcer eine Klage gegen Bernhard Kohl anstrengen. Inhalt dieser Klage sollen Schadenersatzansprüche gegenüber Kohl sein.

Das Gerolsteiner-Team wird ja mit Ende des Jahres aufgelöst, nachdem kein neuer Hauptsponsor gefunden werden konnte. Holzcer behauptet, wahrscheinlich nicht zu Unrecht, dass dies mit der anhaltenden Doping-Problematik im Radsport zusammenhängt.

Während der diesjährigen Tour de France waren mit Bernhard Kohl und Stefan Schumacher, zwei Fahrer des Gerolsteiner-Teams positiv auf CERA getestet worden. Der Rennbetrieb des Pro Tour-Mannschaft wurde nach Bekanntwerden der Dopingfälle frühzeitig eingestellt.

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Arzt half Kohl beim Dopen

Gestern wurde Bernhard Kohl zu einer Sperre von zwei Jahren verurteilt. Heute ist bekannt geworden, daß Kohl das Medikament "MIRCERA" von einem Arzt erhalten hat.

Da Kohl aber keine weiteren Angaben zur Person des Arztes geben wollte, wurde er nicht in die Kronzeugenregelung aufgenommen und deshalb mit der Höchststrafe belegt. In bisherigen Verfahren wurde für eine Mithilfe bei der Aufklärung eines Dopingfalles eine mildere Strafe verhängt. Die Rechtskommission der NADA (nationale Anti-Doping-Agentur) sah diese Mithilfe im Fall "Kohl" aber nicht als ausreichend gegeben.

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24.11.2008

Bernhard Kohl für 2 Jahre gesperrt

Nichts ist es mit der von Bernhard Kohl erhofften Strafreduzierung geworden. Der Untersuchungsauschuß der NADA (nationale Anti-Doping-Agentur) hat den 26 jährigen zu einer Sperre von 2 Jahren verurteilt.

Entgegen seinen Ankündigungen auspacken zu wollen, hat Kohl keine Namen genannt und so der Kommission keine Möglichkeit gegeben weitere Ermittlungen aufgrund neuer Erkenntnisse anzustellen. Das Geständnis gedopt zu haben allein reicht nicht mehr für eine bevorzugte Behandlung.

Ob Kohl gegen das Urteil beruft will er in der nächsten Woche bekanntgeben.

Bernhard Kohl ist bei der diesjährigen Tour de France Gesamtdritter geworden und hat auch die Gesamtbergwertung gewonnen. Anschließend wurde bei nachträglichen Test, der Missbrauch von CERA festgestellt.

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18.11.2008

Kohls Verhandlungstermin ist bekannt

Für den des Cera-Dopings überführte Radsportler Bernhard Kohl, heuer Dritter der Tour de France (allerdings in gedoptem Zustand), wurde heute der Verhandlungstermin bei der NADA (nationale Anti-Doping Agentur) bekanntgegeben.

Kohl muß am 24. November zur disziplinar-rechtlichen Verhandlung erscheinen.

Einen ersten Verhandlungstermin hatte Kohl ja verfallen lassen, weil er zu diesem Zeitpunkt auf Urlaub war.

Bisher hat Kohl behauptet, sich die Cera-Spritze selbst gegeben zu haben, mit Spannung darf man erwarten ob er auch die Hintermänner seines Doping-Falles bekanntgeben wird um so einen Verringerung seiner Strafe zu erreichen.

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Spitzenmediziner unter Verdacht

Wie Ihr bestimmt schon gehört habt, hat ein Bericht im Kurier vom Sonntag für hohe Wellen in der Österreichischen Sportwelt gesorgt.

Ein, dem Kurier namentlich bekannter, Informant behauptet, soll der Wiener Spitzenmediziener, Andreas Zoubek, diesem in einem Wiener Fitness-Center EPO angeboten haben. Mittlerweile weiß man, das Zoubek im Holmes Place verkehrt.

Was ist bisher an Fakten bekannt?

  • Zoubek ist selbst Triathlet und zwar eine wirklich starker
  • im Umfeld von Zoubeks Triathlon-Verein (in dem er Obmann ist) gab es bereits mehrere Dopinfälle (Bernhard Kohl, sein Manager war Mitglied im Verein; Lisa Hütthaler, ihr Lebensgefährte ist Mitglied im Verein; beide haben gemeinsam, daß sie des CERA - bzw. EPO-Missbrauchs überführt wurden)
  • als IronDoc war er im Forum von bikeboard.at aktiv und ist dort für eine Freigabe von Dopingmitteln für Profis eingetreten (aus diesem Forum hat er sich mittlerweile verabschiedet)
  • ebenfalls in seinem Verein (bis Montag) war Michi Weiss, ein ehemaliger Mountainbiker, der nach dem Wechsel ins Triathlonlager mit sensationellen Ergebnissen und einem überwältigenden Leistungssprung auf sich aufmerksam gemacht hat
  • wie aus einem ORF-Interview mit einer namentlich nicht genannten Sportlerin bekannt wurde, kursieren Gerüchte über ihn schon länger durch Sportlerkreise
  • auch der NADA (nationale Anti-Doping-Agentur) war Zoubek bereits bekannt

Mittlerweile hat Zoubek den Kurier verklagt und wurde bis zu Klärung der Anschuldigungen vom Dienst freigestellt (auf eigenen Wunsch).

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30.10.2008

Bernhard Kohl wird Verhandlungstermin versäumen



Die Nationale-Doping-Agentur (NADA) hat dem geständigen Doping-Sünder Bernhard Kohl überraschend schnell einen Verhandlungstermin angeboten. Kohl hatte ja Doping mittels Cera während der diesjährigen Tour de France, bei der er das gepunktete Trikot für den Besten in der Bergwertung gewonnen hatte, zugegeben.

Da dieser zu dieser Zeit aber auf Urlaub sein wird, kann er den Termin nicht wahrnehmen. Nun wird ihm von Seiten der NADA ein neuer Termin, noch im November, angeboten.

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28.10.2008

Wegen Doping: Ista-Nachwuchsteam aufgelöst

Wie soeben bei einigen Newsanbietern zu erfahren war, wird das Ista Continental- und Nachwuchsteam aufgelöst. Der Teamchef, Hartmut Täumler, hat dies gegenüber Rad-net bestätigt. Anscheinend wurden bereits ausverhandelte Verträge mit dem Hauptsponsor nicht unterzeichnet nachdem die positiven Dopingtests von Bernhard Kohl und Stefan Schumacher bekannt geworden sind.

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"Epo" für Bernhard Kohl


Soeben habe ich ein Gerücht aus der Radsportbranche aufgeschnappt. Angeblich will Bernhard Kohl nächstes Jahr Mountainbike-Rennen fahren. Als Rad soll ihm ein Cannondale Scalpel dienen, das ja im Hinterbau die sogenannte "Epo"-Schwinge anstatt eines Gelenkes hat. Wie er allerdings die Doping-Sperre umgehen will konnte mir nicht erklärt werden.

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25.10.2008

Ausverkauf bei Gerolsteiner


Heute fand der endgültige Ausverkauf des Gerolsteiner-Profiteams statt. Das Team von Hans-Michael Holczer hatte ja, trotz intensiver Suche, keinen neuen Hauptsponsor gefunden und nach den beiden Dopingfällen von Stefan Schumacher und Bernhard Kohl den Rennbetrieb frühzeitig eingestellt.

Buchtipp: Doping im Radsport

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